Im Grunde die gleichen Gründe – Argumente der Gegner eines Bedingungslosen Grundeinkommens – NRhZ-Online – Neue Rheinische Zeitung – info@nrhz.de – Tel.: +49 (0)221 22 20 246 – Fax.: +49 (0)221 22 …

Veröffentlicht: 12. Mai 2016 in Heinz Duthel

Das mag im Prinzip stimmen. Warum jedoch nehmen sich dann eher wenige so viel heraus, während vielen so wenig, eigentlich zu wenig, gegeben wird? Diese Schieflage sollte zu denken geben und an der Gültigkeit der Formel ‘Geld nur gegen Verkauf der Arbeitskraft’ zweifeln lassen. Ein Übriges tut der technische Fortschritt, welcher menschliche Arbeitskraft zunehmend durch Automation überflüssig macht. Die heiße Phase dieses Prozesses steht in
den kommenden Jahren und Jahrzehnten erst bevor: Die digitale Revolution der Industrie 4.0.

Gleichwohl wird das Bedingungslose Grundeinkommen auch von weiten Teilen des linken Spektrums abgelehnt. Man möchte nicht mit der alten Erwerbsgesellschaft und ihrem Leistungsdogma brechen. Also sucht man Gründe. Weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Die Einwände haben sich über die Jahre nicht großartig gewandelt: Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wolle niemand mehr arbeiten. Außerdem sei es nicht finanzierbar. Diese beiden Haupteinwände werden gebetsmühlenartig wiederholt, Pilotprojekte, Umfragen und Rechenmodelle, die das Gegenteil aufzeigen, ignoriert.

Das Grundeinkommen würde zu massivem Sozialabbau führen, lautet ein weiterer Vorwurf. Tatsächlich ist der Sozialabbau seit Jahrzehnten im Gange und hat uns das Zwangs- und Sanktions-Regime von Hartz IV geliefert. Dennoch überwiegen bei allem Nachdenken über das Grundeinkommen auf Seiten der Gegner die Bedenken. Dies betrifft u.a. auch den bekannten Armutsforscher und Hartz IV-Kritiker Christoph Butterwegge. Anfang Juni diesen Jahres brachte er auf den ‘NachDenkSeiten’ seine Argumente gegen das ‘emanzipatorische Grundeinkommen’ der Linken BAG vor.

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